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Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, die in Deutschland laut Statistischem Bundesamt seit Jahren rund 21 Prozent beträgt. In Tagen ausgedrückt bedeutet es, dass Frauen die ersten 77 Tage des Jahres arbeiten ohne Lohn dafür zu erhalten – wohingegen Männer ab dem ersten Tag des Jahres Gehalt beziehen. Der nächste deutschlandweite Equal Pay Day findet daher am 77. Tag des Jahres, also am 18. März statt.

Aus Anlass des „Equal Pay Day“ lädt die Gleichstellungsbeauftragte Anja Assenbaum am kommenden Samstag, 16. März, um 12 Uhr in die Ludwigstraße/Ecke Moritzstraße vor das Kaufhaus „Xaver Mayr“ ein: Hier wird mit roten Taschen einmal mehr gezeigt, dass es wichtig ist, dass sich der Gender Pay Gap verringert.

Alle Frauen (und natürlich auch Männer) sind eingeladen: Kommen Sie mit Ihrer roten (Hand-)Tasche und zeigen Sie bei dieser Aktion und in den darauf folgenden Tagen „Flagge“ für Lohngerechtigkeit und verleihen Sie dem Wunsch nach gleicher Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit Ausdruck. Die roten Equal-Pay-Day-Taschen sind auch in der Gleichstellungsstelle erhältlich und werden am Samstag in der Fußgängerzone verteilt.

Die Ursachen der Lohnlücke sind vielfältig. Im Wesentlichen sind es drei Punkte, die sich in vielen Studien als besonders prägend herausstellen:
• Frauen fehlen in aller Regel in bestimmten Berufen, Branchen und auf den höheren Stufen der Karriereleiter – Diese nach wie vor bestehende horizontale und vertikale Segregation des Arbeitsmarktes hat unmittelbare Auswirkungen auf die statistisch messbare Lohnlücke.
• Frauen unterbrechen oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit häufiger und länger familienbedingt als Männer. Die typisch weiblichen Biografien mit ihren geschlechtsspezifischen Wiedereinstiegshemmnissen sind geprägt von lange nachwirkenden Einbußen bei der Einkommensentwicklung im Lebenslauf. 
• Individuelle und kollektive Lohnverhandlungen sind gekennzeichnet von Asymmetrien und Interessenskonstellationen, die bei der Durchsetzung gleicher Löhne für gleichwertige Arbeit von Frauen und Männern und dem Abbau der Entgeltlücke keine günstigen Voraussetzungen schaffen.

Ziel ist es daher, mit dem Equal Pay Day die Debatte über die Gründe der Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland in die Öffentlichkeit zu tragen. Es soll ein Bewusstsein für die Problematik geschaffen werden, das sensibilisiert und gleichzeitig Entscheider mobilisiert, die Lohnschere zu schließen.
Dank einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen und der Hans-Böckler-Stiftung sind nun auch die Ursachen besser erforscht. Es wurde ein geschlechterneutrales Arbeitsbewertungsverfahren entwickelt, das neben Wissen und Können auch Verantwortung für andere, psycho-soziale und physische Arbeitsanforderungen berücksichtigt. Dieser Comparable Worth-Index (CW-Index) ist ein Messinstrument, das es ermöglicht Anforderungen und Belastungen von Berufen geschlechtsneutral zu vergleichen. Die Analysen zeigen eindeutig, dass in den meisten Fällen Frauenberufe systematisch abgewertet werden, was eine geringere Entlohnung nach sich zieht.

Die Berufsgruppe der Ingenieure hat nach diesem System genauso wie die Gruppe der Betreuungsberufe im Gesundheitswesen einen CW-Index von 27 – allerdings besteht eine Verdienstlücke von 57 Prozent. Die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern steigt zudem an, je höher der CW-Index ist: Der Anstieg des Index um eine Einheit führt bei Männern zu einem Verdienstzuwachs von 6,4 Prozent, bei Frauen um 4,7 Prozent.

Auch wenn in Berufen mit Tarifbindung die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen geringer ist, so besteht doch in vielen Bereichen auf Grund der systematischen Abwertung von Sorgeberufen eine große Diskrepanz in der Bezahlung von typisch männlichen zu typisch weiblichen Berufen.

Diese Unterschiede in den Gehältern wirken sich u.a. auf die Planung von Familienzeiten aus. Auch in Familien, in denen gerne die Männer die Elternzeiten wahrnehmen, vielleicht sogar langfristig in Teilzeit arbeiten wollen, setzt eine Retraditionalisierung ein, wenn die finanzielle Situation es nur erlaubt auf das schlechtere Gehalt der Frau zu verzichten. Viele Frauen kehren dann später auch in Teilzeit nicht mehr in den erlernten Beruf zurück oder verzichten auf Karriereschritte, da diese nicht mit der Familie vereinbar sind. Dadurch wird der schon vorhandene Gehaltsunterschied weiter verfestigt. Ebenso wirkt es sich nicht nur auf die Gehälter aus, sondern auch langfristig auf die Rentenbezüge. Frauen sind in deutlich größerem Maß von Altersarmut bedroht als Männer.

Um Veränderungen zu erreichen, braucht es auch die Hilfe der Männer: Um ihre Frauen und Töchter zu unterstützen, wenn diese Karriere machen möchten oder in „Männerberufe“ gehen wollen, als Vorgesetzte, die Frauen im Beruf fördern und darauf achten, dass diese auch mit Familie nicht benachteiligt werden. Es braucht genauso Männer, die selbst in Teilzeit arbeiten oder Homeoffice nutzen wollen, um eine Normalität herzustellen, in der Erwerbsarbeit und Sorgearbeit paritätisch geteilt werden. Letztlich braucht es auf allen Positionen Menschen, denen die paritätische Verteilung von Geld und Macht wichtig ist. Und da viele Entscheider-Positionen von Männern besetzt sind, braucht es „He for She“ – die Männer, die sich für Frauen einsetzen.

Es beginnt bei der Berufswahl, geht über Karriereplanung und Gehaltsverhandlungen und endet bei der Planung der Altersvorsorge. Es beinhaltet aber auch Tarifverhandlungen und Entwicklung von Instrumenten zur Förderung und Unterstützung von Familien in denen Betreuungs- oder Pflegeaufgaben übernommen werden müssen.

Da der Gedanke an gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit uns nicht nur einen Tag im Jahr begleiten soll, wird es in diesem Jahr immer wieder Veranstaltungen geben, die den Blick auf dieses Thema lenken sollen:
• Am 28. März werden Jungen und Mädchen beim Girl's und Boys'Day auf eine klischeefreie Berufswahl aufmerksam gemacht.
• Am 10. Mai werden Frauen, die in das Berufsleben zurückkehren möchten, bei der Veranstaltung nicht nur Unterstützung bei der konkreten Bewerbung erhalten, sondern auch über rechtliche Dinge informiert und über das Risiko „Minijob“ aufgeklärt. An diesem Tag wird auch Helma Sick wieder einmal warnen „Ein Mann ist keine Altersvorsorge!“.
• Im Juni wird in einem künstlerischen Kontext auf das Thema Frauen und Geld aufmerksam gemacht werden: Odilia Ostertag-Allwicher wird in Ingolstadt ihre Ausstellung „Frauen auf Banknoten“ zeigen.
• Kurz vor dem Abschluss steht eine Studie, in der eine Wissenschaftlerin Equal Pay in Wirtschaft und Verwaltung in der Region verglichen hat und sich freut hier die Ergebnisse zu präsentieren.

(Stadt Ingolstadt)

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