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Platz vier im Sprintlauf und ein clever erkämpfter Sieg im Hauptrennen: Sebastian Job hat auf der 24-Stunden-Variante des Nürburgrings, einer Kombination aus Grand Prix-Kurs und Nordschleife einen wichtigen Schritt in Richtung Titelgewinn im Porsche TAG Heuer Esports Supercup gemacht. Der Brite konnte sich beim achten von zehn Rennsamstagen des virtuellen Markenpokals auf der Simulationsplattform iRacing in der Zwischenwertung deutlich von seinen Meisterschaftsrivalen absetzen. Die erlebten mit der digitalen Version des Porsche 911 GT3 Cup auf der Traditionsrennstrecke in der Eifel ein Desaster: Titelverteidiger Joshua Rogers aus Australien büßte durch eine unverschuldete Kollision im Sprint alle Chancen auf eine Top-Platzierung ein, Alejandro Sánchez (Spanien/MSI eSports) musste im Hauptrennen vorzeitig aufgeben. Vor dem vorletzten Saisonlauf in Le Mans führt Job die Tabelle nun mit 84 Punkten Vorsprung souverän an.

Als Achtplatzierter des Qualifyings durfte Jobs deutscher Red Bull Racing Esport-Teamkollege Patrik Holzmann von der Pole-Position starten und übernahm sofort die Führung vor Kevin Ellis (Großbritannien/Apex Racing Team), Mitchell DeJong (USA/VRS Coanda Simsport), Sánchez und Max Benecke (Deutschland/Team Redlinie Fanatec). Schon in der ersten von drei Runden auf der mit 25,378 längsten Strecke im Kalender des Porsche TAG Heuer Esports Supercup ging Job in der Bergaufpassage hinter dem Bergwerk an Benecke vorbei. Der geriet daraufhin unter Druck von Rogers und verbremste sich bei der Anfahrt zum Tiergarten, geriet neben die Strecke und räumte dann den Tabellenzweiten unsanft von der Bahn. Rogers wurde letztlich noch 18., was auch seinem Startplatz für das Hauptrennen entsprach.

Unterdessen erlaubte sich Holzmann an der Spitze keinen Fehler und führte einen Fünferzug mit Ellis, Dejong, Sanchez und Job – der mit Blick auf die Meisterschaft jedem Risiko aus dem Weg ging – als Sieger ins Ziel. Für ihn war es der erste große Erfolg in der laufenden Saison.

Auch der Start in das Hauptrennen verlief trotz des mit 33 Porsche 911 GT3 Cup großen Teilnehmerfelds gesittet, allerdings schob sich Ellis gleich auf den ersten Metern an Holzmann vorbei und übernahm die Spitze. Die verteidigte er tapfer bis zum Ende der zweiten von vier Runden. Dann nutzte Job den Windschatten, den ihm seine beiden Vorderleute auf der langen Döttinger Höhe gewährten, und schob sich an der Antoniusbuche gleich an allen beiden vorbei auf Platz eins. Am Ende der Start-Ziel-Geraden musste er den extrem spät bremsenden Holzmann jedoch wieder passieren lassen. Allerdings nicht für lange: Aus der Bergwerk-Kurve nahm der Tabellenführer mehr Schwung mit als sein Teamkollege und ging auf der Außenseite mit einem mutigen Manöver vorbei. Erneut Erstplatzierter, fuhr er einen kleinen Vorsprung heraus und verteidigte die Führung bis ins Ziel. Während Holzmann Zweiter wurde, musste sich Ellis in der Mutkurve noch Mack Bakkum (Niederlande/VRS Coanda Simsport) geschlagen geben. Er beendete das Rennen als Vierter vor Yohann Harth (Frankreich/Apex Racing Team) und DeJong.

Alejandro Sánchez, als Tabellendritter zum Nürburgring gereist, musste seinen virtuellen, 485 PS starken 911 GT3 Cup nach einer Kollision abstellen. Joshua Rogers hatte sich zwischenzeitlich auf die neunte Position vorgekämpft, fiel durch einen Ausrutscher auf dem Grand-Prix-Kurs aber wieder zurück und erreichte die Ziellinie doch noch als Neunter hinter Martin Krönke (Deutschland/VRS Coanda Simsport) und Tuomas Tähtelä (Finnland/Logitech G Altus eSports).

Das Pech seiner wichtigsten Verfolger bescherte Job einen großzügigen Vorsprung im Gesamtklassement. Er führt die Tabelle nun mit 521 Punkten an, gefolgt von Rogers (437) und Sánchez (407).

Dem Abstecher auf die Nordschleife des Nürburgrings folgt am 26. September die nächste legendäre Rennstrecke: Dann gastieren die Simracer des Porsche TAG Heuer Esports Supercup auf dem Circuit des 24 Heures von Le Mans – exakt eine Woche nach der realen Ausgabe des französischen Langstreckenklassikers.

(Porsche)

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