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Mit dem symbolischen Spatenstich wurde am Donnerstag, 16. Mai, auf dem Gelände der Landesgartenschau Ingolstadt von Dr. Christian Lösel, Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt und Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH, Gerhard Zäh, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V. (VGL Bayern) und Eva Linder, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH, der Bauauftakt für die Themengärten begangen.

Die Themengärten liegen prominent auf dem Gelände, direkt angrenzend an die Parkterrasse, dem zentralen Besucherentree der Landesgartenschau. Die neun Schaugärten stellen den Besucherinnen und Besuchern im kommenden Jahr Möglichkeiten einer umwelt- und ressourcenschonenden Gartengestaltung vor.

„Ich würde mich freuen, wenn sich viele Ingolstädterinnen und Ingolstädter von den Themengärten inspirieren lassen und sich für einen tierfreundlichen und nachhaltigen Garten entscheiden. So kann jede und jeder dazu beitragen, dass unsere Heimatstadt noch grüner wird“, sagt Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel.

Eva Linder, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Ingolstadt ergänzt: „Es ist sehr zu begrüßen, dass die Themengärten von Firmen aus der Region gestaltet werden. So können die Besucherinnen und Besucher Ideen, die sie sich auf der Landesgartenschau geholt haben, mit ortsansässigen Firmen zu Hause in die Realität umsetzen.“

„In enger Zusammenarbeit bringen Landschaftsarchitekten, Landschaftsgärtner sowie der Produktionsgartenbau ihre speziellen Sichtweisen auf eine nachhaltige Gartengestaltung ein. Dabei demonstriert jeder Betrieb, wie unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden können und wie durch die Symbiose der verschiedenen Elemente kreative, moderne oder auch klassische Akzente entstehen“, fasst Gerhard Zäh zusammen.

Die Verantwortung für die Planung, Umsetzung und Betreuung der neun Themengärten liegt in den Händen von acht, meist regionalen Fachbetrieben – davon sind sechs Unternehmen im VGL Bayern organisiert.

Die Garten- und Landschaftsbau Fiedler GmbH & Co. KG verwendet für den Bau ihres „Nachhaltigen Gartens“ regionale Qualitätsprodukte mit langer Lebensdauer. Die standortgerechte Bepflanzung mit Stauden und Gehölzen bietet Nahrung für Insekten und Menschen. Hierfür wird ein Teil der Ausstellungsfläche als Obst-, Gemüse- und Kräutergarten genutzt. Die Wege und der mit einer begrünten Überdachung versehene Sitzplatz sind barrierefrei konzipiert. Ein Wasserbecken und die Einfassung aus Cortenstahl verleihen dem Garten eine moderne Anmutung.

Aus der Natur übernommen sind die Formen im Themengarten „Leben im Fluss“ von der Freisinger Gartenschmiede GmbH. Als Hauptthema zieht sich ein Weg durch den Garten – nicht gerade, sondern fließend, mäandernd. Daran reihen sich mehrere runde Bereiche auf: ein Wasserbecken mit Sauna, ein Aufenthaltsbereich mit Holzpavillon und Outdoor-Küche sowie ein Rückzugspavillon mit Sitz- und Liegepodest. Bei der Bepflanzung wechseln sich Rasen, Gräser, Stauden, Gemüsebeete und Bäume ab.

Mit dem „Ein-Blick ins Paradies Weiss-Blau“ vermittelt die Firma Kiermeier Gärten zum Wohlfühlen das bayerische Lebensgefühl. Eine Hecke umrandet das gärtnerische Paradies und gibt an verschiedenen Stellen den Blick in die inneren Gartenwelten frei. Auf den Wegen begleiten Engelskulpturen und andere göttliche Motive heimischer Künstler die Besucher. Ein Schwimmteich mit Wasserfall repräsentiert das Voralpenland und ein Saunahaus mit Terrasse sowie moderne Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein.

Im Schaugarten der Gartenidee Kuchler GmbH steht das Thema „Nachhaltigkeit durch optische Vergrößerung von Freiräumen“ im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit dem Gartenarchitekten Alexander Koch und dem Designer Peter Schreyer werden die Grundlagen der Gartenarchitektur zur Vergrößerung von Freiräumen präsentiert. Nachhaltigkeit der besonderen Art, da sich dadurch der Flächenverbrauch reduziert. Informationen zu den Methoden sind auf Internetseiten erhältlich, die sich über QR-Codes auf dem Boden ansteuern lassen.

Im Auftrag des Freisinger Landschaftsarchitekturbüros Freiraum, baut die Majuntke GmbH & CO. KG Professionelles Grün den „Gebrauchten Garten“. Es werden Materialien verwendet, die bereits mehrfach zum Einsatz kamen. Ein geschwungener Besucherpfad aus recyceltem Ton- und Ziegelsplitt sowie Pflanzen und niedrige Einbauten leiten den Besucher durch die einzelnen Themenbereiche. Halbdurchlässige Sichtschutzelemente sorgen für eine Abgrenzung gegenüber dem Hauptweg.

Unter dem Leitmotiv „Refugium“ entsteht ein Themengarten von Andreas Thoma Garten- und Landschaftsbau – ein Rückzugsort für Menschen, Insekten und Kleinstlebewesen. Auch er bietet Raum zur Selbstversorgung mit diversen Obstgehölzen und essbaren Pflanzen. Eine klare Formensprache, im Zusammenspiel mit einer naturnahen Bepflanzung, zeichnet diesen Garten aus. Dabei steht der Einsatz von recycelten Materialien im Vordergrund.

Darüber hinaus beteiligt sich die Firma Stauden Haid mit zwei Beiträgen. Zum einen beinhaltet der Klimawandelgarten „Manche mögen´s heiß“ eine große Auswahl an Pflanzen, die an Niederschlagsarmut und hohe Temperaturen bei ausreichender Winterhärte angepasst sind. Zum anderen demonstriert der Garten „Man lebt immer zweimal“ die Wiederverwendung vieler Gegenstände, die durch Upcycling eine neue Aufgabe erhalten.

Schließlich komplettiert die Firma Därr Landschaftsarchitekten den Gesamtauftritt: Hauptaugenmerk der „Ideenschmiede im Freiraum“ ist ein weißer Kubus mit bepflanztem Schaukeltisch im Zentrum. Leicht schwingende Stühle lassen die Gedanken der Besucher schweifen. Stahlseile, die den Kubus überspannen, unterstützen den schöpferischen Prozess und bilden je nach Sonnenstand spannende Schattenbilder.

(Stadt Ingolstadt)

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