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Seit 2009 steht das Ingolstädter Gießereigelände im Fokus der Archäologie, zunächst beim Abriss der Industriebauten, seit 2011 zur Vorbereitung einer neuen Nutzung. Die Ergebnisse der archäologischen Arbeiten stoßen dabei seit Beginn auf ein sehr breites Interesse. Auch wenn die Ausgrabungen bis jetzt nicht abgeschlossen sind, haben das Stadtmuseum Ingolstadt, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und das Bayerische Armeemuseum im Frühjahr 2017, in einer gemeinsamen Tagung erste Erkenntnisse aus den Ausgrabungen in einem größerem Rahmen präsentiert.

Das Zusammentreffen verschiedener Fachrichtungen – Archäologie, Geschichte, Naturwissenschaften – sollte nicht nur das Thema „Festung Ingolstadt“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten, sondern auch Impulse für den weiteren Umgang mit den archäologischen Befunden setzen. Dabei wurde mit Beiträgen aus den Festungsstädten Spandau und Wien sowie mit den industriearchäologischen Arbeiten aus Essen ganz bewusst der Blick über die Bayerische Hauptlandesfestung hinaus gerichtet.

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Das öffentliche Interesse an der dreitägigen Veranstaltung, die vom 15. bis 17. März 2017 stattfand, war immens. Eine Publikation der Vorträge war auf organisatorischer Seite zunächst jedoch nicht geplant, handelt es sich bei den Beiträgen fast durchwegs um „work in progress“. Im Laufe der Tagung wurde von vielen Teilnehmern verstärkt der Wunsch geäußert, die Tagungsbeiträge nachzulesen. Der neu erschienene 126. Band des Sammelblatts des Historischen Vereins Ingolstadt ist der richtige Ort, um – ergänzend zu den bislang schon erschienen Beiträgen zur Festung Ingolstadt – die Ergebnisse der Tagung dauerhaft den interessierten Lesern zur Verfügung zu stellen. Die Beiträge sind weiterhin als „Zwischenbericht“ über das bisher Geleistete zu verstehen. Sie sollen einen Impuls setzen, sich mit den untertägig erhaltenen Resten der Bayerischen Hauptlandesfestung Ingolstadt weiterhin auseinander zu setzen, mit dem Ziel ausführlicherer Grabungspublikationen durch eine wissenschaftlichen Aufarbeitung im Sinne einer historischen Zusammenschau.

Der Erwerb des Bandes zum Preis von 25 Euro ist an der Kasse des Stadtmuseums Ingolstadt und des Bayerischen Armeemuseums möglich. (Stadt Ingolstadt)